Gebäudekühlung durch umweltfreundliche Klimaanlagen und bauliche Maßnahmen

Was macht eine umweltfreundliche Klimaanlage aus?

Herkömmliche Klimaanlagen brauchen zur Kühlung der Raumluft eine Menge Strom. Trotzdem kann auf eine Klimatisierung der Räume oft nicht verzichtet werden. Gerade Altbauten überhitzen aufgrund fehlender oder unzureichender Dämmung in den Sommermonaten. Bei Neubauten treten wegen der luftdichten Gebäudehülle häufig Probleme mit der Luftqualität auf. Oft ist ein Schimmelbefall die Folge.

Solare Raumluftkühlung als umweltfreundliche Alternative

Zu den gängigen Strom fressenden Klimaanlagen gibt es inzwischen umweltfreundliche Alternativen. Als Trend zeichnen sich solare Klimaanlagen ab. Sie nutzen die im Sommer reichlich vorhandene Sonnenenergie zur Kälteerzeugung. Eine einfache Variante ist es, die Klimaanlage mit nachhaltig erzeugter Energie aus Solarzellen zu betreiben. Schon bei dem komplizierten Umwandlungsprozess von Sonnenwärme in Strom zu Kälte geht allerdings einiges an Energie verloren. Effizienter und umweltfreundlicher sind Klimageräte, die direkt über Wärmeenergie betrieben werden. Mittels einer Adsorptionskältemaschinen wird, ähnlich wie bei einem normalen Kühlschrank, Kälte erzeugt.

Erdreich und Grundwasser als Kältequellen

Eine andere Möglichkeit für den Einsatz einer umweltfreundlichen Klimaanlage ist die passive Kühlung. Hierfür wird auf dem eigenen Grundstück über das Grundwasser oder das Erdreich dem Boden Kälte entzogen. Im Gebäude wird das so gekühlte Wasser durch ein Rohrleitungssystem in Decken oder Wänden geführt. Beim Neubau kommen häufig gekoppelte Systeme zum Tragen, die durch zwischengeschaltete Wärmepumpen je nach Bedarf zur umweltfreundlichen Kälte- oder Wärmeerzeugung eingesetzt werden können.

Durch bauliche Maßnahmen auf Klimaanlagen verzichten

Um gänzlich auf eine Klimaanlage zu verzichten, sollte man schon beim Neubau von Gebäuden auf verschieden Dinge achten. Hier spielt neben einer ausreichenden Dämmung auch der Einsatz von speicherfähigen Baumaterialien eine Rolle. Massive Decken und Wände aus Stein und Beton können bei geöffnetem Fenster die kalte Nachtluft speichern und sie über den Tag verteilt zurück an den Raum abgeben. Bei bestehenden Gebäuden lässt sich durch die Bepflanzung der Fassade mit Rankpflanzen eine kühlende Luftpufferzone zwischen Wand und Pflanzen herstellen. Als zusätzliche Maßnahmen tragen außen liegende Sonnenschutzsysteme zum sommerlichen Wärmeschutz bei. Nicht zuletzt kann ein heller Wandanstrich, der die Wärmestrahlung der Sonne reflektiert, das Gebäude vor einer Aufheizung schützen.

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