Luftentfeuchter

Bei einem Luftentfeuchter handelt es sich um einen Apparat, den man benutzt, um den Feuchtigkeitsgehalt der Luft in einem Raum herabzusetzen.
Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit ist ein weit verbreitetes Problem. Dies gilt nicht nur für Archive oder Museen, sondern zunehmend auch für Wohnhäuser. Moderne Baumethoden und Baumaterialien sorgen zwar für eine gute Wärmeisolation, verhindern aber gleichzeitig den für gesundes Raumklima erforderlichen Luftaustausch.

Einfluss auf die Luftfeuchtigkeit hat auch die Raumtemperatur. Da Luft bei niedrigen Temperaturen weniger Wasser binden kann, kommt es zur erhöhten Kondensation. Das Wasser setzt sich an den Wänden ab und führt im schlimmsten Fall zu Schimmelbildung.
Um diesem gefürchteten Ergebnis entgegen zu wirken, kann man die Raumtemperatur erhöhen und durch regelmäßiges Stoßlüften einen Luftaustausch herbeiführen. Hierbei handelt es sich allerdings um eine kostenintensive Methode.

Wenn es also nicht ausreicht oder möglich ist, durch Lüften zum gewünschten Raumklima zu gelangen, wird der Einsatz eines Luftentfeuchters empfohlen.
Für jedes Anwendungsgebiet gibt es auch das passende Gerät. So wurden beispielsweise für Wasserschäden an Bauten spezielle Luftentfeucher entwickelt. Es gibt auch Bautrockner, da in den meisten Fällen den Neubauten heute nicht mehr so viel Zeit zum Austrocknen gegeben wird wie in der Vergangenheit. Darüber hinaus werden Luftentfeuchter für gewerblich genutzte Räume oder Hallen sowie für private Keller oder Wohnräume angeboten. Luftentfeuchter arbeiten sehr wirkungsvoll unter Ausnutzung der folgenden physikalischen Prinzipien.

Bei der ersten Methode wird das Verfahren der Kondensation angewendet.
Das Gerät zur Luftentfeuchtung enthält einen Ventilator, der die feuchte Raumluft ansaugt. Auf ihrem Weg durch den Entfeuchter wird die Luft über ein Kühlelement geführt. Das so entstandene Kondensat wird in einem Auffangbehälter gewonnen und abgeleitet. Die entfeuchtete Luft passiert ein durch den Kondensationsprozess erwärmtes Bauteil und verlässt das Gerät temperiert. Der Vorteil dieser Arbeitsweise liegt in der Energieeffizienz, es ist keine zusätzliche Heiztechnik erforderlich. Einziger Nachteil ist der eingeschränkte Temperaturbereich, in dem diese Geräte verwendet werden können.

Die zweite Methode verwendet die Adsorptionstrocknung. Die feuchte Luft wird mittels eines Ventilators in den Sorptionstrockner geführt. Ein eingebauter Rotor befindet sich ständig in Bewegung. Das verwendete Material dieses Trocknerrades ist in der Lage, der Luft hygroskopisch Feuchte zu entziehen. Um das so gewonnene Wasser zu entfernen, wird über einen weiteren Ventilator angesaugte Luft stark erwärmt und über diesen Rotor geführt. Der Temperaturunterschied bewirkt das Entstehen von Wasserdampf, der über einen Luftschlauch abgeführt wird. Die so getrocknete Luft kann nun wieder in den Raum abgegeben werden. Dieses Verfahren ist vorteilhaft bei Minusgraden einsetzbar. Ein Nachteil ist, dass bei falscher Anwendung der Luft zu viel Feuchte entzogen werden kann.

Darüber hinaus ist ein Wandfenster nötig, um den Wasserdampf abzuleiten.
Die verschiedenen Geräte zur Luftentfeuchtung werden elektrisch betrieben und sind oft geräuscharm konstruiert. Eine gute Alternative bei geringem Entfeuchtungsbedarf stellen die im Handel angebotenen Granulate dar. In besonderen Behältern entziehen sie der Luft ohne weiteren Aufwand geräuschlos die Feuchtigkeit, allerdings nur bis zu einem bestimmten Maß. Der Nachteil der Luftentfeuchter Granulate ist, dass sie in regelmäßigen Abständen vollständig ausgetauscht werden müssen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *