Mono-Klimageräte

Immer wieder stehen im Sommer zahlreiche Hitzegeplagte vor den Fragen: Schaffe ich mir ein Klima-Gerät an, und wenn ja, welches?

Die Auswahl ist erdenklich groß. Ganze Klimaanlagen – zentral oder dezentral, Splitgeräte, Kompaktgeräte, Monogeräte… das Sortiment scheint unbegrenzt.

Auf den ersten Blick muten einfach aufzustellende Monogeräte am verlockendsten an. Zu groß der Aufwand, direkt eine ganze Anlage zu installieren, was zudem umfassende bauliche Maßnahmen voraussetzen würde. Auch Split- und Kompaktgeräte benötigen, wenngleich auch in deutlich geringerem Maße, zusätzliche Installationsarbeiten.

Splitgeräte bestehen aus mindestens zwei Teilen. Der kühlende Teil ist im Zimmer aufgehängt, der wärmeableitende Teil mitsamt dem Gebläse an der Außenfassade des Gebäudes angebracht. Verbunden sind sie durch dünne Leitungen, die mit Hilfe eines Kühlmittels die Wärme aus dem Raum ins Freie abtransportieren. Eine Variation hiervon sind die Multisplitgeräte, bei welchen bis zu zehn Innenteile an ein Außenteil angeschlossen werden können.

Kompakt- und Monogeräte bestehen, wie ihre Namen schon implizieren, aus einer einzigen Komponente. Jedoch erfordert auch die Installation eines Kompaktgeräts einigen Aufwand. Entweder wird es am Fenster angebracht oder aber an der Außenwand eines Raumes. In beiden Fällen muss eine direkte Leitung nach draußen geschaffen werden, durch die warme Luft abtransportiert werden kann. Für die Variante der Wandaufhängung bedeutet das, dass auch hier wieder die Außenwand durchbohrt werden muss.

Wie oben bereits erwähnt, stellen sich also Monogeräte zunächst als einfachste und unkomplizierteste Möglichkeit der Raumkühlung dar. Es handelt sich hierbei um ein einziges mobiles Gerät, das durch einen angeschlossenen Abluftschlauch, der durch ein Fenster oder eine Tür ins Freie führt, die Warmluft nach draußen bläst. Der große Nachteil der Monogeräte besteht also darin, dass sie einerseits den Raum kühlen, indem sie mit Hilfe eines Ventilators warme Luft von innen nach außen leiten. Andererseits erzeugt dieser Ventilator aber einen Unterdruck im Zimmer, der natürlich dadurch ausgeglichen wird, dass warme Luft von außen durch das notwendigerweise geöffnete Fenster oder die Tür wieder hineinströmt. Dadurch wird die Leistungsstärke der Monogeräte stark beeinträchtigt, was sie nur für Räume mit einer Quadratmeterzahl von nicht mehr als 20 qm geeignet macht und außerdem hohe Energiekosten verursacht.

Ein weiterer Minuspunkt für die Monogeräte wie für die Kompaktgeräte liegt in ihrer enormen Lautstärke begründet, denn der Lüftungsventilator befindet sich innerhalb des Raumes und kann schon mal eine Geräuschkulisse von 45 bis 55 dB erzeugen. Das entspricht in etwa einem Gespräch in Zimmerlautstärke.

Bei genauerem Hinschauen entpuppen sich die Monogeräte also als die langfristig teuerste und ineffizienteste Möglichkeit der Raumkühlung. Man sollte also überlegen, ob die zunächst kostspieligere Installation einer Klimaanlage auf Dauer nicht dem Erwerb womöglich sogar mehrerer Monogeräte vorzuziehen ist.

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